Veranstaltungen
Do, 25.4.13 10 Uhr
bis Fr, 26.4.13 15 Uhr
Haus Dacheröden12437
Planungszelle und losbasierte Beteiligungsverfahren
Methode und Erfahrungen
Bürgerbeteiligung – das Schlagwort ist in aller Munde. BürgerInnen rufen nach mehr Mitsprache in politischen Entscheidungen, BeamtInnen, PolitikerInnen und AkteurInnen aus NGOs, Vereinen und Verbänden suchen nach geeigneten Wegen zu mehr Demokratie.

Was aber sind nun die Vor- und Nachteile dieser neuen, partizipativen Demokratie? Hilft Beteiligung, bessere Politik zu machen? Ist sie ein geeignetes Mittel für die kommunalen Verwaltungsinstanzen, um in Krisenzeiten effizient zu handeln und dabei sogar Geld zu sparen? Oder ist das Zauberwort Partizipation nur ein Kommunikationstrick, der an der Oberfläche kratzt, statt die wahren Ursachen anzugehen?

Dieser Workshop wendet sich an alle Akteurinnen und Akteure der Kommunalpolitik, die sich für die Praxis der Bürgerbeteiligung interessieren. Anhand aktuell durchgeführter Projekte werden konkrete Handlungsmöglichkeiten erläutert und praktische Methoden und Tipps vermittelt, um eigene Vorhaben der TeilnehmerInnen zu unterstützen.

Das Seminar ist in drei Blöcke gegliedert:
1. Was ist Bürgerbeteiligung und was ist „die richtige Bürgerbeteiligung“? Qualitätskriterien der Partizipation
2. Zwei praktische Modelle der losbasierten Bürgerbeteiligung in Deutschland und Frankreich (Planungszelle und Jurys Citoyens): Wie zufällig ausgewählte Bürgergruppen Politik machen
3. Wie gehe ich ein Projekt an? Was kann ich als AkteurIn selbst in die Wege leiten, wofür benötige ich Unterstützung von außen? Wie weit kann ich gehen, wo liegen die Grenzen? Wie kann ich intern überzeugen?

Der Workshop basiert selbst auf partizipativen Methoden, die während der gemeinsamen Arbeit erläutert und reflektiert werden, um bereits erste konkrete Erfahrungen zu sammeln.

Referent: Antoine Vergne hat 2011 nach einem Studium der Politikwissenschaft in Frankreich und Deutschland an der Freien Universität Berlin und am Institut d’Études Politiques de Paris promoviert. Kern seiner Arbeit sind Theorie und Praxis des Losverfahrens in der Politik sowie Qualitätskriterien der Bürgerbeteiligung. Nach langjähriger Beschäftigung mit Modellen und Methoden der Partizipation ist er seit 2011 als politischer Berater für die französische Firma Missions Publiques im Bereich der Bürgerbeteiligung tätig und betreut lokale, nationale und internationale Projekte. Er ist u.a. Mitglied des „Netzwerk Bürgerbeteiligung“ und des „Qualitätsnetz Planungszelle“.

Die TeilnehmerInnen benötigen keine Vorkenntnisse.

Datum und Zeit 25.4. 10:00-18:00 Uhr / 26.4. 10:00-15:00 Uhr

Veranstaltungsort Haus Dacheröden Anger 37 99084 Erfurt

Teilnehmer/innen-Gebühr: 50 €, erm. 25 €

Ihre Anmeldung richten Sie bitte wegen der begrenzten Platzzahl umgehend, spätestens aber bis zum 31.3. 2013 per E-Mail an info@boell-thueringen.de bzw. mit dem nebenstehenden Anmeldeabschnitt an die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.
Trommsdorffstr. 5, 99084 Erfurt
Tel.: 0361 – 555 32 54
Fax: 0361 – 555 32 53
E-Mail: info@boell-thueringen.de

Das Seminar ist der Auftakt für eine im Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftung geplante Weiterbildungsreihe „Von der Idee zur Praxis – Methoden, Erfahrungen und neue Wege in der Bürgerbeteiligung“.
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VeranstalterHeinrich-Böll-Stiftung Thüringen
Veranstaltungs- ort
Haus Dacheröden
Erfurt, Anger 37
AnmeldungAnmeldung per E-Mail
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